Klettern - Kauftipps Climbing

Das Klettern hat sich in den letzten Jahren von einer Sportart für einige wenige Begeisterte zu einem coolen Breitensport entwickelt. Immer mehr Menschen drängen aus den Kletterhallen ins Freie und erfreuen sich an diesem Sport am Fels. Das Material wird immer besser und leichter und es ist klar, dass sich die Kletterer auch von der Bekleidung her von den gewöhnlichen Wanderern und Bergsteigern unterscheiden wollen.

Klettergurte

Ein Klettergurt muss den Fangstoß möglichst schonend auf die stabilsten Körperregionen übertragen. Er muss in der Größe genau passen, darf nicht an empfindlichen Stellen drücken und die Blutzirkulation behindern. Ein Klettergurt sollte vor dem Kauf im Geschäft an einer Aufhängevorrichtung ausprobiert werden. Drei Arten von Gurten werden eingesetzt: Der Hüftgurt, der Brustgurt und der Kombigurt.

Klettergurte bestehen aus reißfestem Kunststoffgewebe; die Beinschlaufen sind meist meshgepolstert. Tragende Nähte sind in Kontrastfarbe, dadurch erkennt man Abnutzungen schneller.

Hüftgurte

Hüftgurte umschließen den Körper bei Oberschenkel und Becken. Hüft- und Beinschlaufen lassen sich verstellen; Materialschlaufen dienen zum Einhängen von Klettergerät, die Anseilschlaufe stellt (mit Karabiner) die Verbindung zum Seil her.

Zweiteiliger Klettergurte

Der Sitzgurt und der davon getrennte Brustgurt wird durch eine Reepschnur (Ø mind. 8 mm, 1,5 m lang) verbunden; in diese Schlinge wird das Seil eingeschlauft. Brustgurte werden immer zusammen mit einem Sitzgurt verwendet. Freies Hängen nur im Brustgurt kann binnen kürzester Zeit zum Erstickungstod führen!

Kombigurte

Kombinationsgurte aus fester Verbindung Brust- und Hüftgurt werden speziell für Klettersteige und Hochtouren angeboten. Angeseilt wird auf Brusthöhe. Bei einem Sturz wird so das Kopf-nach-unten-Hängen vermieden und auch bei schwerem Rucksack kommt es zu keinen Rückenverletzungen. Farbliche Kennzeichnungen erleichtert das Anlegen.

Karabiner

Karabiner werden heute fast ausschließlich aus Leichtmetall (-legierungen) hergestellt. Stahlkarabiner braucht man für Rettungszwecke. Die für Karabiner gültige Norm ist die EN 12275, aber auch die schärfere UIAA 121 findet Verwendung. Die Normen schreiben für unterschiedliche Karabinertypen unterschiedliche Belastungstests vor. Unterschieden werden HMS-, Klettersteig-, sonstige und Karabiner mit fixierter Schlinge.

Haken

Haken sind Zwischensicherungen; als Umlenker und Abseilstellen in Mehrseillängenrouten werden massivere Hakentypen verwendet. Sie werden mit der Absicht gesetzt, dauerhaft in der Route zu bleiben, dadurch sind sie stets den Witterungseinflüssen ausgesetzt. Die Materialunterschiede der jeweiligen Felsart, des Hakens selbst und der verwendete Klebstoff für Klebehaken und Umlenker, sowie die Geometrie und Felsbeschaffenheit muss aufeinander abgestimmt sein, um ein Ausbrechen eines einmal gesetzten Hakens zu vermeiden.

Eisklettern

Die Ausrüstung für kombinierte Touren oder reines Eisklettern erfordert zusätzliches Material, wobei dem Gewicht dieser Geräte besondere Bedeutung zukommt. Die Geräte müssen leicht und stabil sein und sich mit Handschuhen problemlos handhaben lassen.

Der Eispickel ist zugleich ein Gerät zur Fortbewegung und ein wichtiger Teil der Sicherungskette beim Gehen und Klettern in Firn und Eis. Moderne Eispickel haben einen Schaft aus Leichtmetall oder Kunststoff mit einem griffigen Überzug, dazu eine Handschlaufe. Laut UIAA-Norm muss der Pickelschaft mind. 45 kN aushalten.

Klemmkeile

Klemmkeile dienen dem gleichen Zweck wie Felshaken. Dabei versucht man, Risse in der Kletterroute so zu nutzen, dass der Klemmkeil sich mit seiner konischen Form auf Sturzzug (Zug auf den Sicherungspunkt im Falle eines Sturzes) in einem Riss festzieht. Das Sicherungsseil wird mittels Express-Set oder Karabiner mit der Schlaufe oder dem Ring des Drahtes eines gelegten Klemmkeils verbunden. Sie haben den Vorteil, dass sie sauber anwendbar sind und problemlos wieder entfernt werden können. Die verschiedenen Formen und Keile sollen sich den Rissformen möglichst gut anpassen. Trotz ihrer relativ großen Anpassungsfähigkeit braucht es in der Praxis mehrere verschiedene Größen.

Kletterhelme

Kletterhelme sind speziell für Belastungen von oben, wie sie beim Klettern vorkommen können,  konstruiert. Beim Normtest wird ein 5 kg schweres Metallgewicht aus 2 Meter Höhe auf den Helm fallen gelassen. Der Helm muss dabei eine bestimmte Fallenergie aufnehmen können. Aus der Berechnung geht hervor, dass der Träger des Helms keine Verletzungen an Kopf und Halswirbelsäule erleiden sollte. Außerdem muss der Helm lt. Normtest Einwirkungen von der Seite, von hinten und von vorne absorbieren können. Ein Durchdringungstest, sowie die Festigkeit der Gurte und der Sitz auf dem Kopf werden geprüft.

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